
Reersø war ursprünglich eine Insel, vom Festland getrennt, und noch heute geschieht es, dass die Verbindung zwischen Reersø und Seeland überschwemmt wird. Natürlich wird die Natur dadurch geprägt und man findet sowohl viele Feuchtgebiete mit Watvögeln, Gänsen, Reihern und interessanter Flora als auch geschützte Küstenlandschaft und Steilküste.
Schnüren Sie die Wanderstiefel und wandern Sie rund um die Insel – das ist eine fantastische Tour von ca. 10 km ( kann auch verkürzt werden), bei der man am Fårehuset (Schafshaus), dem Gravlund-Stein und dem Vogelturm vorbeikommt.
Auf Reersø erlebt man Dorfidylle der Sonderklasse – im Dorf sind viele der Höfe aus dem 18. Jh geschützt und erhaltungswürdig. Die Kirche wurde von 1903-04 gebaut. Nördlich davon stehen 16 Steine um einen Erinnerungsstein herum. Nach Aufhebung der Erbuntertänigkeit im Jahr 1788 kauften sich 16 Höfe vom Gut Helsinge frei und zur Erinnerung daran wurden 1901 die Steine aufgestellt. Der „Margrethe-Stein“ an der Ecke von Skanse- und Strandvej markiert den 500. Todestag von Margrethe I. Sie gab den Bauern von Reersø besondere Privilegien - die Entbindung von der Zahlung des „Zehnten“ und anderer Abgaben - als Dank für die Gastfreundschaft, die sie nach einem Schiffbruch vor Reersø erhalten hatte.
Am Skansevej liegt das Museum von Reersø. Hier wird gezeigt, wie die armen Arbeiterfamilien vor 200 Jahren lebte. Bestimmt einen Besuch wert.
Ein „Muss“ ist der Besuch im Hafen von Reersø. Hier gibt es immer noch Schleppnetzfischer und hier liegt auch der Betrieb, der den Lachs von der Insel Musholm verarbeitet. Die Insel zieht in der Sommersaison auch viele Segler an. Im Fiskehuset kann man kleine Gerichte, Fischfrikadellen und frisch geräucherte Makrele essen. Der Reersø Kro ist berühmt für seine frischen, gebratenen Aale.
Reersø ist für seine ganz spezielle Künstleratmosphäre bekannt. Das ganz Jahr hindurch sind die Galerien und Werkstätten geöffnet.
Ein Ausflug nach Reersø bietet sich geradezu an, um die vielen Werkstätten, Galerien, Ausstellungen mit Malereien, Grafiken, Keramik, Glas-, Bernstein- und Gebrauchskunst zu besuchen. Auch ein Automuseum mit amerikanischen Autos gibt es hier.
Versuchen Sie auch, die schwanzlosen Katzen zu entdecken. Es gibt zwei Arten: die vollständig schwanzlosen Katzen, die Rümpfchen (englisch: rumpies) genannt werden und die mit einem Stummelschwanz, genannt Stümpfchen (englisch: stumpies). Da das Hinterteil dieser Katzen höher ist als bei gewöhnlichen Tieren, können sie fantastisch springen. Die Katzen leben schon mehr als 120 Jahre auf Insel. Vielleicht sind sie nach einem Schiffbruch im Großen Belt von der Isle of Man in der Irischen See nach Reersø gekommen. Es gibt einen Bestand von ca 30-40 Katzen hier.